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Was ist realistische Selbstverteidigung?

Ein kurzer Überblick! Näheres siehe die jeweiligen Spezialkapitel! (coming soon)

 

Realistische Selbstverteidigung unterscheidet sich stark von jeder als Wettkampfsportart ausgeübten Kampfkunst. Im Wettkampf gibt es Regeln, Techniken, Erlaubtes und Unerlaubtes, und einen Gegner, der auch dazu angehalten ist einem nicht ernsthaft zu schaden (mit Ausnahme von diversen Vollkontaktsportarten, wobei auch hier defakto natürlich nicht versucht wird jemanden wirklich umzubringen). Auf der Strasse gelten andere Regeln, nämlich keine. Zwar gibt es in sogenannten zivilisierten Ländern zwar Regeln und Gesetze zum Thema Notwehr und Selbstverteidigung, jedoch zählt trotz allem das eigene Wohl in einer echten lebensbedrohenden oder Vergewaltigungssituation am meisten. Kritisch wird das mit dem Notwehrgesetz erst da, wo es um jemanden geht, der Beispielsweise Selbstverteidigung unterrichtet, da davon ausgegangen wird, das dieser sich auch in einer Notsituation so weit unter Kontrolle hat, das er den anderen nicht gleich blind vor Wut, oder Not, umbringt. Wie auch immer, Taiji und Bagua waren nie für den Wettkampf konzipiert, und alle Versuche heute daraus Wettkämpfe abzuleiten sind leider eher eine Schande für diese Disziplinen, weil dadurch der eigentliche Sinn vollkommen verloren geht.

 

Eines ist bei realistischer Selbstverteidigung oberste Regel! Nie! Wikrlich nie geht es um Hass oder Wut!!! Selbstverteidigung ist ein Prozess der sich aus einer unausweichlich gewordenen Notsituation heraus ergibt, und der angepasst!! an die Situation zu erfolgen hat. Die Achtung vor dem Leben darf auch in einer realen Situation nie verloren gehen! Realistische Selbstverteidigung aus dem Blickwinkel der sogenannten Internal Martial Arts bedeutet das reflektorische Reagieren auf einen gesetzten Angriff, in dem geringst nötigen Ausmaß um den Angreifer zu neutralisieren oder eine Fluchtmöglichkeit zu schaffen. Deswegen steht bei den Internal Martial Arts nicht das tausendfache Trainieren einer bestimmten Abwehrtehnik Technik für einen bestimmten Angriff im Vordergrund, sondern das Training von Reflexen, Timing, Einschätzungsvermögen und unterbewusstem, also ohne bewussten Gedanken, angepassten Reagieren.

 

In diesem Sinne geht es bei realistischer Selbstverteidigung abgesehen von enormer Effizienz der Techniken, die die einer Kampfsportart weit übersteigt, vorallem darum in der Lage zu sein, sich selbst und seine Lieben wenn nötig vor Schaden zu bewahren, und dennoch das geringst mögliche, wenn auch ausreichende Ausmaß an Schaden bei dem Agressor zu bewirken.